{"id":9077,"date":"2023-02-13T18:03:16","date_gmt":"2023-02-13T17:03:16","guid":{"rendered":"https:\/\/st-andrae.info\/?page_id=9077"},"modified":"2023-02-13T18:14:37","modified_gmt":"2023-02-13T17:14:37","slug":"die-stadt-als-galerie-vernissage-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/st-andrae.info\/en\/galerie-ii-archiv\/die-stadt-als-galerie-vernissage-2\/","title":{"rendered":"Die Stadt als Galerie &#8211; Vernissage 2"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/head2.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"480\" height=\"96\" src=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/head2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9112\" srcset=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/head2.jpg 480w, https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/head2-300x60.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Beschreibung der ausstellenden K\u00fcnstler Jasna Samarin, Ingrid MARQUARDT,Egon STRASZER und Walter TESCHL<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Ausstellung in St. Andrae, im Rahmen des im Jahr 2013 neu entstandenen Projekts &#8220;Die Stadt als Galerie&#8221;, pr\u00e4sentiert die Werke von vier K\u00fcnstlerInnen &#8211; Jasna Samarin, Ingrid Marquardt, Egon Straszer und Walter Teschl.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese vier, so unterschiedlich sie auch arbeiten, verbindet ein konzentrierter Blick auf Strukturen, auf Wesentliches in der Organisation von Formen und Fl\u00e4chen, optischen Vexierspielen und haptischen Texturen. Allen gemeinsam ist eine beinahe obsessive Arbeitsweise und die Tendenz, in additiven Zyklen zu arbeiten. Diese intensiven Blickwinkel, in verschiedenartigen Materialien und Techniken, summieren sich innerhalb der Ausstellung, und ergeben ein inhaltlich verdichtetes, doch in seiner Optik schwereloses Ganzes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jasna SAMARIN&nbsp;<\/strong>aus Ljubljana konstruiert Bilder aus Fotografien &#8211; eine Collagetechnik, die aus Abbildungen von Oberfl\u00e4chen erstaunlich r\u00e4umliche Eindr\u00fccke entstehen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz Konkretes &#8211; Steine, Konglomerate, Eiskristalle, Gr\u00e4ser &#8211; wird hier zu B\u00e4ndern und Streifen zerlegt, untersucht, analysiert und neu geordnet. Es entsteht ein leichtes, luftiges Geflecht, dessen Ursprung in der Fotografie mit Motiven aus der nat\u00fcrlichen Umwelt erkennbar bleibt und doch gleichzeitig eine Verwandlung erf\u00e4hrt. Die Bilder wirken wie strukturierte Fl\u00e4chen, die als taktil erlebbar sind, und er\u00f6ffnen der Phantasie einen Raum. Die K\u00fcnstlerin erschafft dadurch eine lyrische Nebenwelt, in der man tief in die Beschaffenheit der Dinge blickt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ingrid MARQUARDT&nbsp;<\/strong>entdeckte nach langer Besch\u00e4ftigung mit der Aktmalerei den Begriff &#8220;Linear&#8221; f\u00fcr sich, und begann mit einer st\u00e4ndig sich erweiternden Serie von streng reduzierten abstrakten Bildern, \u00fcber viele Schichten aufgebaut, in denen vielf\u00e4ltige Andeutungen ins Spiel gebracht werden. So meint man, in den Tiefen der fein \u00fcberlagerten Farbschichten, Wegenetze, Hautoberfl\u00e4chen, Gewebe, symbolische Steinritzungen, Handschriftliches zu erkennen &#8211; aber diese eindeutigen Motive entziehen sich in genau dem Augenblick, wo man sie ergreifen m\u00f6chte. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Stille, eine innere Ruhe, die diese Bilder im Betrachter ausl\u00f6sen. Auch diese Bilder erschaffen eine Raum, der im Geist betreten werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bildhauer&nbsp;<strong>Egon STRASZER&nbsp;<\/strong>arbeitet ebenfalls an einer ausgedehnten Serie &#8211; er nennt sie &#8220;stone_clearing&#8221;, also &#8220;Stein-Lichtung&#8221;. Die &#8220;Lichtung&#8221; ist auch w\u00f6rtlich gemeint, denn er bringt Licht in den Stein hinein: eine ausgefeilte und hochanspruchsvolle Technik paralleler Schnitte in einen Block, die in seinem Inneren eine Figur entstehen lassen, eher hinein- als hinausgesch\u00e4lt, die dem Auge, aber nicht der Ber\u00fchrung zug\u00e4nglich ist. Die Skulptur ist in dem Sinn nicht be-greifbar. Um sie zu sehen, muss der Betrachter selbst aktiv werden, denn diese Werke enthalten etwas sehr Paradoxes &#8211; je n\u00e4her man tritt, um die Arbeit genauer zu betrachten, desto weniger kann man sie tats\u00e4chlich wahrnehmen. Das Gesamtbild erschlie\u00dft sich erst dann, wenn man so weit zur\u00fccktritt, dass sich der Blickwinkel auf die einzelnen Lamellen gewisserma\u00dfen &#8220;einebnet&#8221; und die im Inneren verborgene Figur deutlich zum Vorschein kommt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Walter TESCHL&nbsp;<\/strong>ist f\u00fcr seine Zeichnungen mit Kugelschreibern bekannt &#8211; ob figurativ oder in anderem Sinne gegenst\u00e4ndlich, ist bei ihm die oben erw\u00e4hnte &#8220;Obsession&#8221; am deutlichsten sichtbar. Nicht ausradierbar, \u00fcbereinander geschichtet, immer dichter addieren sich die Striche zu Fl\u00e4chen mit r\u00e4umlicher Wirkung und zu haarscharfen Details, von eingehend betrachteten Hautstrukturen bis zu surrealistischen, sich abl\u00f6senden Papierschichten. Derzeit arbeitet er an einer Serie von (mindestens) 100 kleinformatigen Werken, auf Bierdeckeln gezeichnet &#8211; und bevor es 100 St\u00fcck sind, werden sie nicht &#8220;freigegeben&#8221;. Je kleiner das Format, so scheint es, desto ausschweifender das surrealistische und narrative Element&nbsp; &#8211; vielleicht entsteht diese Freiheit dadurch, dass ein derart kleines Format nur von sehr wenigen Personen gleichzeitig betrachtet werden kann.<br><a href=\"https:\/\/picasaweb.google.com\/116905732083908928767\/Vernissage2?authuser=0&amp;feat=directlink\">Zu den Bildern<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beschreibung der ausstellenden K\u00fcnstler Jasna Samarin, Ingrid MARQUARDT,Egon STRASZER und Walter TESCHL Die zweite Ausstellung in St. Andrae, im Rahmen des im Jahr 2013 neu entstandenen Projekts &#8220;Die Stadt als Galerie&#8221;, pr\u00e4sentiert die Werke von vier K\u00fcnstlerInnen &#8211; Jasna Samarin, Ingrid Marquardt, Egon Straszer und Walter Teschl. 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