{"id":7279,"date":"2022-03-25T12:30:44","date_gmt":"2022-03-25T11:30:44","guid":{"rendered":"https:\/\/dev.alpsware.at\/hp12\/?page_id=7279"},"modified":"2022-04-24T18:57:38","modified_gmt":"2022-04-24T16:57:38","slug":"chorherrenstift-der-augustiner","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/st-andrae.info\/it\/historische-bauwerke\/chorherrenstift-der-augustiner\/","title":{"rendered":"Chorherrenstift der Augustiner"},"content":{"rendered":"<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"7279\" class=\"elementor elementor-7279\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-e3e62c5 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"e3e62c5\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\" data-settings=\"{&quot;background_background&quot;:&quot;gradient&quot;}\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-no\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-940ef1f\" data-id=\"940ef1f\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-inner-section elementor-element elementor-element-656a2a1 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"656a2a1\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-wide\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-inner-column elementor-element elementor-element-d62afcc\" data-id=\"d62afcc\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-82710a5 elementor-invisible elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"82710a5\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;_animation&quot;:&quot;fadeInLeft&quot;}\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-xxl\">Chorherrenstift der Augustiner<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-4e2bf76\" data-id=\"4e2bf76\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-aae1fde elementor-hidden-phone animated-slow elementor-invisible elementor-widget elementor-widget-image\" data-id=\"aae1fde\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;_animation&quot;:&quot;fadeIn&quot;}\" data-widget_type=\"image.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/elementor\/thumbs\/chorherrnstiftderaugustiner-pnug88fjti585gbgmzqlg3mnj9akkuyrl07uh98vhg.jpg\" title=\"chorherrnstiftderaugustiner\" alt=\"chorherrnstiftderaugustiner\" loading=\"lazy\" \/>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-f2b4a12 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default elementor-invisible\" data-id=\"f2b4a12\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\" data-settings=\"{&quot;animation&quot;:&quot;fadeInUp&quot;}\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-8ef0343\" data-id=\"8ef0343\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f4eaa5f elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f4eaa5f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die Verleihung des Erzdiakonats an St. Andr\u00e4 durch Erzbischof Eberhard II. im Jahre 1203 l\u00e4sst vermuten, dass sich die Zahl der Kirchen und Gl\u00e4ubigen im Lavanttal bedeutend vermehrt haben musste. Die Eink\u00fcnfte der Pfarrkirche St. Andr\u00e4 reichten auch zur Erhaltung einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Priestern. Diese Umst\u00e4nde bewogen den bedeutenden Territorialpolitiker Eberhard den II. (1200 \u2013 1246) 1225, oder kurz davor, eine Probstei mit einem regulierten Chorherrenstift zu gr\u00fcnden. Eine Quelle aus demselben Jahr beweist, dass dies nach dem Jahr 1223 geschehen sein muss. Es handelt sich dabei um die \u201eAnnales sancti Rudberti\u201c. Sie spricht davon, dass der Erzbischof und Bischof Karl von Seckau, die sich zu einem Besuch in St. Andr\u00e4 aufhielten, in der dortigen Kirche die Leichname der Heiligen Veit und Modestus gefunden zu haben glaubten. Sie haben sie geborgen und nach Salzburg \u00fcberf\u00fchrt. Diese Auffindung und die Kirchenpolitik Eberhards k\u00f6nnten gemeinsam der Anlass zur Gr\u00fcndung eines Augustiner Chorherrenstiftes gewesen sein. Die Stiftungsurkunde ist leider nicht mehr erhalten. Angeregt durch eine Reformsynode des Jahres 1059 entstanden in der Folge ordens\u00e4hnliche Vereinigungen. Die Geistlichen einer Kirche f\u00fchrten unter einem Probst ein gemeinsames Leben, mit gemeinsamem Tisch und geistlichen \u00dcbungen. Diese Lebensform sollte dem Gebet, Studium, Z\u00f6libat und einer standesgem\u00e4\u00dfen Einfachheit dienen. Die Regel hierf\u00fcr wurde aus den Schriften des Kirchenlehrers Augustin zusammengestellt. Man nennt die nach dieser Regel lebenden Geistlichen \u201eAugustiner Chorherren\u201c, wegen des gemeinsamen Chorgebetes, oder \u201eKanoniker\u201c (Kanon = Regel), oder wegen der t\u00e4glichen Lesung eines Kapitels aus der Regel oder der Heiligen Schrift auch Kapitulare.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>Zu Beginn waren vier Chorherren in St. Andr\u00e4, alle aus Salzburg stammend. Der jeweilige Propst des Stiftes war auch nach der Gr\u00fcndung des Bistums Erzdiakon (Archidiakon) der Lavanter Di\u00f6zese. Der Archidiakon war urspr\u00fcnglich der Stellvertreter des Bischofs. Trotzdem stand die Wahl zum jeweiligen Bischof des Bistums Lavant nur dem Erzbischof von Salzburg zu und nicht dem Propst oder dem Stiftskonvent, die ja gemeinsam das Domkapitel bildeten. Eberhard bestimmte seinen Kaplan Friedrich Schaller als ersten Propst.<\/p><p>\u00a0<\/p><p class=\"translation-block\">Im Jahre 1234 vermehrte Erzbischof Eberhard II. die Eink\u00fcnfte des von ihm errichteten Chorherrenstiftes zu St. Andr\u00e4:<br>\u2013 durch Schenkung eines Waldes im Tale L\u00e4nch (die Lanken, heute Langen, ein Bergwald westlich von St. Andr\u00e4),<br>\u2013 durch die Verleihung des Bergrechtes (Zehentweines) von allen Weinbergen im Lavanttal, insoweit dieses Bergrecht bisher Salzburg zustand,<br>\u2013 durch die Verleihung der Maut und des Salzzolles im Markte St. Andr\u00e4,<br>\u2013 durch die Verleihung von Eink\u00fcnften auf dem Berge Achperg (Aichberg auf der Saualpe) und<br>\u2013 durch Verleihung von Eink\u00fcnften auf dem Dachberg.<br>Im selben Jahr bestimmte Eberhard II. auch die Grenzen des Lavanter Bistums. In der dar\u00fcber ausgestellten Urkunde verlieh er dem Propst Friedrich und seinen Nachfolgern das Erzdiakonat \u00fcber alle zum Lavanter Sprengel geh\u00f6rigen Kirchen samt Kapitel zu Unterdrauburg.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>In der folgenden Zeit erh\u00e4lt das Chorherrenstift St. Andr\u00e4 durch Schenkungen oder durch Kauf immer wieder Grundbesitz in den umliegenden D\u00f6rfern, wie zum Beispiel Siegmuntingen (Siebending), Wimponzigen (Wimpassing), Scheming (Sch\u00f6nweg), auf dem Berge Lamb (Lamm), in Gemerstorf (Gemmersdorf), zu Welzing (W\u00f6lzing) und Vischarn (Fischering), in Schiltern (Schilting), Ryeding (Rieding) und anderen Orten. Eine Urkunde aus dem Jahre 1291 berichtet \u00fcber die Unzul\u00e4nglichkeit der Stiftung, sogar \u00fcber die Armut des Domstiftes zu St. Andr\u00e4. Grund daf\u00fcr waren die geringen Ertr\u00e4ge der Huben und \u00c4cker zur damaligen Zeit. Um diese Situation in den Griff zu bekommen, wurde die Bestimmung getroffen, dass die Zahl der Chorherren nicht \u00fcber zehn betragen sollte. Erw\u00e4hnenswert erscheint Propst Pilgrim II. (1373 \u2013 1405), der nicht nur versuchte, G\u00fcter und Eink\u00fcnfte seines Stiftes zu vermehren, sondern auch als Erzpriester der Lavanter Di\u00f6zese um die Verbesserung der Kirchenzucht besorgt war. 31 erhaltene Urkunden bezeugen sein reiches Wirken. 1798 starb Propst Franz Georg, der 35. Propst. Wegen des g\u00e4nzlichen Verm\u00f6gensverfalles des Stiftes konnte man zu keiner Neuwahl mehr schreiten, und es wurden keine neuen Mitglieder in den Konvent aufgenommen.<\/p><p>\u00a0<\/p><p>596 Jahre nach seiner Gr\u00fcndung hat sich das Augustiner Chorherrenstift praktisch selbst aufgel\u00f6st. Das noch \u00fcbrige Verm\u00f6gen wurde 1808 dem Religionsfonds einverleibt und von der k. k. Staatsherrschaft St. Andr\u00e4 in Verwaltung \u00fcbernommen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chorherrenstift der Augustiner Die Verleihung des Erzdiakonats an St. Andr\u00e4 durch Erzbischof Eberhard II. im Jahre 1203 l\u00e4sst vermuten, dass sich die Zahl der Kirchen und Gl\u00e4ubigen im Lavanttal bedeutend vermehrt haben musste. Die Eink\u00fcnfte der Pfarrkirche St. Andr\u00e4 reichten auch zur Erhaltung einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Priestern. 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