{"id":9055,"date":"2023-02-13T18:00:50","date_gmt":"2023-02-13T17:00:50","guid":{"rendered":"https:\/\/st-andrae.info\/?page_id=9055"},"modified":"2023-02-13T18:05:16","modified_gmt":"2023-02-13T17:05:16","slug":"die-stadt-als-galerie-vernissage-13","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/st-andrae.info\/sl\/galerie-ii-archiv\/die-stadt-als-galerie-vernissage-13\/","title":{"rendered":"Die Stadt als Galerie &#8211; Vernissage 13"},"content":{"rendered":"<p><strong>Amor, che ne la mente mi ragiona&#8221; &#8211; Gianni Magnamini<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Ausstellungsjahr 2016 beginnt mit einer Einzelausstellung des in St. Andr\u00e4 ans\u00e4ssigen Malers <strong>Gianni Magnamini<\/strong>. Er stammt aus der Gegend s\u00fcdlich von Rom, ist schon lange in Norditalien und K\u00e4rnten aktiv, und bezieht sich in seinen Werken stets auf das Wechselspiel zwischen dem Menschen und seiner Umwelt &#8211; zwischen der \u00e4u\u00dferlich sichtbaren Natur und der eher verborgenen, inneren Natur des eigenen, subjektiven menschlichen Empfindens.<\/p>\n\n\n\n<p>Der darin enthaltenen Frage, die sich jeder Mensch stellt &#8211; wie viel von dem, was ich in mir selbst erlebe, wird von den Anderen ebenso empfunden? &#8211; begegnet er mit gro\u00dfer Ernsthaftigkeit, all seiner sichtlich farbenfrohen Sinnlichkeit zum Trotz.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg dahin, eine bildnerische Umsetzung dieser Fragestellung zu finden, ist stets langwierig, anstrengend und von Zweifeln gepr\u00e4gt &#8211; in jedem einzelnen Bild wie im Werk als Ganzem. \u00dcber die Jahre seiner Auseinandersetzung mit diesem Grundthema hat er zu einer gestischen Abstraktion gefunden, in der <em>&#8220;das endg\u00fcltige Resultat nicht mehr eine objektive Wirklichkeit ist, sondern eine subjektive&#8221;<\/em>, wie er selbst sagt, und dadurch <em>&#8220;neue Aspekte eines Themas sichtbar macht&#8221;<\/em>. Die Anhaltspunkte f\u00fcr die subjektive Wahrnehmung, die in der \u00e4u\u00dferlich sichtbaren Welt zu finden waren, werden akribisch zerlegt und neu angeordnet, bis sie der inneren Auffassung gerecht werden. Dabei besch\u00e4ftigt er sich keineswegs nur mit der eigenen Befindlichkeithere<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Magnamini-1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"485\" src=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Magnamini-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9083\" srcset=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Magnamini-1.jpg 800w, https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Magnamini-1-300x182.jpg 300w, https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Magnamini-1-768x466.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.st-andrae.gv.at\/_Resources\/Persistent\/5c49c85d0d5581f87bd977d14c31f5aad1871ae8\/Magnamini-1.jpg\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Magnanimi-3.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"767\" height=\"800\" src=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Magnanimi-3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-9082\" srcset=\"https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Magnanimi-3.jpg 767w, https:\/\/st-andrae.info\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Magnanimi-3-288x300.jpg 288w\" sizes=\"(max-width: 767px) 100vw, 767px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>In dieser Ausstellung zeigt er einen Bilderzyklus, in dem er sich Dante Alighieri&#8217;s &#8220;<em>Convivio<\/em>&#8221; widmet; ein Werk, das im Jahr 1306 geschrieben wurde und in der Kultur- und Philosophiegeschichte als sp\u00e4tmittelalterliches Pendant zu Platon&#8217;s &#8220;<em>Gastmahl<\/em>&#8221; betrachtet wird. Bezeichnenderweise sah Dante sein Werk als ein Bestreben, die Philosophie dem Laien n\u00e4her zu bringen, ihre Inhalte allgemein verst\u00e4ndlich zu machen, das aber in poetischer Form und nicht als belehrende Abhandlung. Im Gegenteil: die Liebe zur Philosophie, und daher zum G\u00f6ttlichen, wird wie eine irdische Liebe beschrieben, wie es die Mystiker aller Zeiten und Orte taten, im Okzident wie schon zuvor im Orient.<\/p>\n\n\n\n<p>Gianni Magnamini hat f\u00fcr die Ausstellung den Titel <strong><em>&#8220;Amor, che ne la mente mi ragiona&#8221; <\/em><\/strong>gew\u00e4hlt, auf Deutsch: &#8220;<strong>Amor, der mit mir im Geiste spricht<\/strong>&#8221; &#8211; ein Zitat von Dante und ein Thema, das all seine Arbeiten der letzten Jahre dominiert, und in dem die Verschmelzung von Liebesempfinden, Philosophie und mystischer Spiritualit\u00e4t besonders deutlich wird.<\/p>\n\n\n\n<p>So wie sich Platon im &#8220;Gastmahl&#8221; an alle B\u00fcrger seiner Welt wendet, und auch Dante Alighieri damals als erster philosophische Texte in der Volkssprache schrieb, um nicht nur die Gelehrten, sondern alle Menschen anzusprechen, m\u00f6chte sich Gianni Magnamini mit dieser Ausstellung ebenfalls an alle wenden, und Sie einladen, mit ihm in seine Bilderwelt einzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sibylle von Halem, 09. Februar 2016<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/goo.gl\/photos\/AzEwt5q7YeXMkmSe8\">Zu den Bildern<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Amor, che ne la mente mi ragiona&#8221; &#8211; Gianni Magnamini Das Ausstellungsjahr 2016 beginnt mit einer Einzelausstellung des in St. Andr\u00e4 ans\u00e4ssigen Malers Gianni Magnamini. 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